Vier Pokale, ein Elfmeterkrimi und ein rutschiger Ball

Fast der perfekte Cupfinaltag

Um 14:45 Uhr sah es so aus, als könnte es der perfekte Cupfinaltag werden. Alle warteten gespannt auf den Anpfiff zum Cupfinal der Frauen. Zuvor schrieben die Senioren 30+ in einem spannenden Elfmeterkrimi gegen den FC Härkingen Vereinsgeschichte und auch die Nachwuchsabteilung konnte sich in ihren drei Finalspielen schlussendlich klar durchsetzen.

Aber es gibt diese Tage im Fussball, da funktioniert es einfach nicht so, wie es sollte. Und während die Blusti Frauen von Minute zu Minute mehr knorzten, kamen dann auch noch Pech, Unvermögen und ein rutschiger Ball hinzu. Auf der anderen Seite stand mit der Gäu Selection ein unterklassiges Team, das sich in jeden Zweikampf warf und immer mehr Selbstvertrauen gewann. Gespickt mit routinierten Spielerinnen liessen sie den Stadt Solothurnerinnen kaum Spielfluss aufkommen und holten sich nicht unverdient den Pokal. So war es halt «nur» ein mehrheitlich guter Cupfinaltag.

Senioren schreiben Vereinsgeschichte

Dass das Spiel der Senioren 30+ ein ganz spezielles werden könnte, konnte man kurz vor 10:00 Uhr im Stadion richtig spüren. Viele ehemalige und aktive Vereinsmitglieder versammelten sich trotz garstigem Wetter im Stadion des FC Solothurn. Die Vorfreude auf diesen Final war auf den Rängen und die Nervosität auf dem Rasen spürbar. Dass das letzte Finalspiel der Alten Herren schon über 15 Jahre zurücklag, war augenscheinlich.

So kam es, dass bereits in der 5. Minute S. Oeggerli alleine auf Blusti Torhüter Leuenberger losziehen konnte. Dieser parierte zwar stark, doch der Ball landete bei Studer, der den Ball im Tor versenkte. Die Stadt Solothurner bekundeten weiterhin Mühe und kamen nicht richtig ins Spiel. Durch das ganze Spiel gelang es nicht, die schnellen Spieler auf dem grossen Feld richtig in Szene zu setzen. Also brauchte es eine andere Variante. Neo Weststädtler Fabian Mollet zirkelte den Ball auf Brunner, der den Ball gekonnt verarbeitete und eiskalt am Torhüter vorbeischob. Ausgleich. Erleichterung.

Ausgleich durch P. Brunner.

Wer jetzt dachte, das Spiel hätte gedreht, sah sich leider getäuscht. Härkingen konnte aus dem Spiel mehr kreieren, während Blusti vor allem durch Standards für Gefahr sorgen konnte. Die beiden Torhüter zeigten starke Leistungen. Gegen Schluss drückte Blusti nochmals, das harte Wintertraining zahlte sich aus. Doch Oetterli und Brand verpassten den Lucky Punch und so kam es vor den Augen zweier Regierungsräte, der Stadtpräsidentin und dem SFV Präsidenten zum Penaltyschiessen.

Blusti und Penaltyschiessen, eine grosse Liebe ist das bekanntlich nicht.

Torhüter Leuenberger holte sich noch schnell Ratschläge bei den Junioren, in welche Ecke er springen soll. Mühlematters Schuss wurde von FCH Torhüter Lisser stark pariert und Mollet wollte es zu genau machen und setzte den Ball an den Pfosten. Erst der andere Neo Weststädtler Stefan Iseli konnte mit dem zehnten Penalty für Blusti alles klar machen.

Nachwuchsabteilung liefert ab

Zur gleichen Zeit konnten sich die FF 14 gegen den FC Dulliken durchsetzen. Wirklich Spannung kam in diesem Spiel nicht auf, zu überlegen waren die Stadt Solothurnerinnen und trafen in regelmässigen Abständen. Das Endresultat war dann mit 6:0 ein klares Verdikt.

Grosser Fanaufmarsch auch bei den FF-14

Mehr zu kämpfen hatten die FF 17 gegen den FC Klus-Balsthal. Kurz vor der Pause kassierten sie ein Tor und mussten einem Rückstand nachrennen. In solchen Momenten zählt ehrliche Fussballarbeit. Ein paar Zeigerumdrehungen nach der Pause konnten die Stadt Solothurnerinnen das Spiel wieder ausgleichen. Es entwickelte sich ein intensives Spiel. Die Abwehr rund um Schor stand sicher und konnte die Angriffsbemühungen im Keim ersticken, das Mittelfeld rackerte um jeden Ball und führte intensive Zweikämpfe und die Stürmerinnen konnten immer wieder Nadelstiche setzen. Es war Yumurtaci, die sich gekonnt durchsetzte und nicht nur Daniel Rosatti auf der Bank erlöste. Anschliessend stellten sich die Frauen nochmals mehr in den Dienst des Teams und schaukelten das Ding schlussendlich souverän mit 4:1 nach Hause.

Abklatschen zwischen Rimoldi und Rosatti nach dem zwischenzeitlichen 3:1.

Zeitgleich spielten auch die Junioren B gegen den FC Winznau. Heim brachte das Team Stadt Solothurn in der 19. Minute in Führung und Captain Timon Baranya konnte nach gut einer halben Stunde nachdoppeln. Die Gösger konnten zwar noch verkürzen, doch Domeniconi stellte noch vor der Pause die Zwei Tore Führung wieder her. In der zweiten Halbzeit liessen die Stadt Solothurner nichts mehr anbrennen. Mehr noch. Mit dem Schlusspfiff fiel sogar noch das klare 5:1. So durften Baranya und Weidenbusch den Pokal völlig verdient dem Team präsentieren.

Grosse Freude bei den Junioren B!

Spätestens dort wurde offensichtlich, wie stolz Blusti auf die Nachwuchsabteilung sein darf. Drei Nachwuchsfinals, drei Cupsiege und ganz viele Spielerinnen und Spieler, die mit Herz, Leidenschaft und Teamgeist auftraten. Genau für solche Tage investiert man unzählige Stunden auf und neben dem Platz.

Der verhängnisvolle Frauenfinal

Dann kam nur noch dieses verhängnisvolle Spiel der Blusti Frauen gegen die Gäu Selection. Es war in der ersten halben Stunde offensichtlich, wer das 2. Liga Team ist. Die Blusti Frauen machten Druck, konnten aber gegen die clever stehenden Gäuerinnen das eigene Spiel nicht richtig aufziehen. Es fehlte die letzte Konsequenz. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit merkte man die Bemühungen der Blusti Frauen deutlich an, doch es wollte einfach nicht funktionieren. Immer mehr fing man an zu hadern und zu allem Überfluss kamen noch ein rutschiger Ball und ein rutschiger Rasen hinzu. Die Gäuerinnen wussten die Geschenke anzunehmen. Zwar konnten die Stadt Solothurnerinnen durch Sauter nochmals ausgleichen, doch ein zweites Mal konnte nicht mehr reagiert werden.

Herzliche Gratulation an die Gäu Selection zu der perfekten Saison mit Cupsieg, Aufstieg in die 2. Liga und einem Torschnitt von rund zehn Toren pro Meisterschaftsspiel.

Für die Blusti Frauen gilt es jetzt, den Fokus wieder auf die Meisterschaft zu legen und den Klassenerhalt endgültig klarzumachen. Auch wenn die Enttäuschung über die Leistung im Final verständlich ist, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich viele der Frauen nicht nur auf dem Rasen engagieren, sondern auch für Blusti, den Fussball in der Stadt Solothurn und den Frauenfussball allgemein einsetzen. Sie ebnen damit den Weg, dass die nächste Generation von Spielerinnen und Spielern gute Voraussetzungen für die schönste Nebensache der Welt hat.

Danke an alle im Hintergrund

So kann man gleichwohl sagen, dass es ein schöner Cupfinaltag war. Es sind ganz viele Menschen im Hintergrund, die das ermöglichen. In erster Linie sind das Partner und Sponsoren, die uns, ob Cupfinal oder nicht, unterstützen. Aber auch Trainerinnen und Trainer, die nicht nur das Fussball ABC, Fairplay und soziale Werte weitergeben, sondern auch wunderschöne Plakate und Choreos basteln. Auch die Blusti Fankurve zeigte einmal mehr ihre Kreativität.

Auch Trainerinnen und Trainer braucht es im Hintergrund

Ein grosser Dank geht an die Firma Kelemann, die die Nachwuchsabteilung unterstützt und für Blusti die Cupfinal Leibchen wirklich in allen Grössen druckte.

Der Dank geht auch an das TopTeam 200 des SC Blustavia, das mit einem grosszügigen Beitrag den grössten Teil der T Shirts finanzierte und so eine schöne Erinnerung für Gross und Klein ermöglichte.

Und zum Schluss noch etwas Spannendes. Bei den Senioren scheiterten ausgerechnet die beiden Kassiers Mollet vom SC Blustavia und Mühlematter vom TopTeam200 vom Punkt. Eventuell haben sie zu viel gerechnet.

Willst du sie aufmuntern? Dann werde doch Mitglied des TopTeams 200 oder fordere das Sponsoringkonzept des SC Blustavia an und unterstütze unsere tägliche Arbeit im Westen der Stadt Solothurn.

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